Wärmebrückenberechnung

Wärmebrücken, auch fälschlicherweise oft als „Kältebrücken“ bezeichnet, sind Bereiche in der Außenhaut eines Gebäudes, die auf Grund ihrer Geometrie (Gebäudekanten), stofflichen Veränderungen (Art des Materials) oder Art der Ausführung (Balkonplatte bindet in Stahlbetondecke ein) einen Abfluss von Wärme ermöglichen und gegebenenfalls begünstigen.


Jedes Haus hat Wärmebrücken, jedoch ist es möglich, mit der detaillierten Berechnung der Wärmebrücken den Energieverlust zu minimieren. Für die Wärmebrückenberechnung gibt es schwerpunktmäßig zwei Einsatzgebiete, zum einen bei Sanierungsmaßnahmen, zum anderen bei Neubauten. Bei Sanierungen kann anhand der Berechnung sichergestellt werden, dass die Oberflächentemperaturen oberhalb von 12,6 °C liegen, da es sonst durch den Feuchtigkeitsausfall aus der Raumluft zu Schimmelbildung kommen kann.

Bei Neubauten kann durch die Berechnung eine Optimierung der Wärmebrücken erfolgen und somit das energetische Niveau eines Hauses verbessert werden. Dieses wird spätestens für die Errichtung von Niedrigenergiehäusern sinnvoll, da die Planung der Heizanlagentechnik hierdurch wirtschaftlicher ausgelegt werden kann.

 

 

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